Bonner Stadtgespräche

Menschen kennenlernen, die Bonn gestalten. Das ist das Motto der neuen Veranstaltungsreihe „Bonner Stadtgespräche“ des Forums Stadt Bau Kultur Bonn. Wir wollen Menschen vorstellen, die das Erscheinungsbild Bonns und das Zusammenleben in der Stadt maßgeblich beeinflussen. Egal ob aus aus Politik und Verwaltung, aus Unternehmen, Organisationen oder der Zivilgesellschaft, egal ob prominent oder weitgehend unbekannt. In einem eineinhalbstündigen Gespräch soll der jeweilige Gesprächspartner /die jeweilige Gesprächspartnerin im Mittelpunkt stehen. In der zweiten Hälfte dieses Gesprächs, gibt es die Gelegenheit für Besucherinnen und Besucher auf einem freien Stuhl auf der Bühne Platz zu nehmen und sich am Gespräch zu beteiligen. Es geht darum, die Person kennenzulernen, ihr zuzuhören, wenn sie erzählt, ihr Fragen zu stellen, was sie mit Bonn verbindet und warum sie sich in und für Bonn engagiert.

Zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe „Bonner Stadtgespräche“ des Forums Stadt Bau Kultur laden wir die derzeit bekannten Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister / zur Oberbürgermeisterin Bonns ein. Lissi von Bülow von der SPD (15.1.20), Katja Dörner von Bündnis 90/Die Grünen (5.2.19) und Ashok Sridharan von der CDU (18.3.20) haben dankenswerterweise zugesagt, den Auftakt zu unterstützen.

Die Gespräche finden statt im Pavillon des Forum Stadt Bau Kultur, Budapester Straße 7 in Bonn und werden moderiert von Michael Lobeck, Vorsitzender Forum SBK (promediare.de).

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Spende für Getränke wird gebeten.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Ohne Anmeldung ist eine Teilnahme nicht möglich.

Auftaktveranstaltung am 24. Juni 2017

Mit der Auftaktveranstaltung am Samstag, den 24. Juni 2017, hat sich das Forum Stadt Bau Kultur Bonn e.V. erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Ashok Sridharan, Dr. Hanna Hinrichs von StadtBauKultur NRW und Nikolaus Decker, Vorsitzender des Forums SBK, folgte ein buntes Programm mit face-to-face-Gesprächen, Architekturbesichtigung und Kunst-Aktion. Rund 60 Bürger*innen haben an der Veranstaltung im und vor dem Pavillon an der Budapester Straße, den die Stadt Bonn dem Forum SBK für seine Aktivitäten überlässt, teilgenommen.

Das Forum Stadt Bau Kultur möchte eine Plattform bieten, auf der die Bonner Bürger*innen über Stadtentwicklung diskutieren und Anregungen geben können. Mit den face-to-face-Gesprächen zwischen ganz unterschiedlichen Gästen sollte verdeutlicht werden, dass Stadtentwicklung ein Thema ist, das jeden angeht. Die gebaute Umwelt umgibt uns täglich und beeinflusst unser Gefühl von Lebensqualität auf entscheidende Weise. Wenn wir als Stadtgesellschaft gemeinsam lebenswerte Stadträume schaffen und erhalten wollen, müssen alle Beteiligten miteinander reden.

Bei der Auftaktveranstaltung hat das Forum SBK deshalb immer zu einem Thema zwei Gesprächspartner zusammengeführt: Nobert Alich, Kabarettist, und Sigurd Trommer, ehemaliger Bonner Stadtbaurat und Präsident der Bundesarchitektenkammer a.D., sprachen über „Stadtbaukultur – was ist das?“. Clara Arnold, Studentin, Anwohnerin und Aktivistin Viktoriakarree, tauschte sich mit dem Lokalchef des General-Anzeigers Andreas Baumann über die Fragen „Wer bringt sich ein die Stadtentwicklung? Wer macht sonst noch mit?“ aus. Das Thema „Wurde Stadtbaukultur bisher vernachlässigt?“ diskutierten Carolin Krause, Sozialdezernentin der Stadt Bonn, mit Prof. Rolf Westerheide, Architekt in Aachen und Vorsitzender des Bonner Städtebaubeirats. Der Frage „Wer plant unsere Stadt?“ gingen Regina Stottrop, Architektin und Stadtplanerin sowie stellvertretende Vorsitzende des hauses der architektur köln, und Stadtbaurat Helmut Wiesner nach. Moderiert wurden die Gespräche von Susanne Schimanowski-Wagner vom Radio Bonn/Rhein-Sieg.

An der Besichtigung des „Haus der Bildung“ unter Führung von Alexander Koblitz von kleyer.koblitz.letzel.freivogel architekten Berlin haben rund 30 Interessierte teilgenommen.

Vor dem Pavillon führten Studierende der Alanus Hochschule Alfter unter der Leitung von Prof. Benedikt Stahl und Andrea Klaßen eine Kunst-Performance durch. Auf der mit Packpapier ausgelegten Fläche wurden die Körperumrisse der Studierenden, die sich dort niedergelegt hatten, skizziert, ausgeschnitten und mit Sprühkreide markiert. So entstand auf dem Vorplatz das Abbild liegender Menschen.

Die Aktion, die die Wichtigkeit von Kunst im öffentlichen Raum unterstreichen wollte, demonstrierte, wie schnell sich ein Platz umgestalten lässt. Die Vergänglichkeit der Sprühkreide betonte gleichzeitig, dass Plätze immer auch einem Wandel unterworfen sind.

Die Auftaktveranstaltung war für das Forum Stadt Bau Kultur Bonn e.V. ein Erfolg: Die zahlreichen Teilnehmenden, die Berichterstattung in der Presse, die Gewinnung von drei Neu-Mitgliedern und 24 Newsletter-Abonnenten bestärken das Forum SBK, engagiert im Herbst mit weiteren Aktivitäten in die Bonner Öffentlichkeit hineinzuwirken.